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Christian Lauss
Beiträge: 291 | Zuletzt Online: 27.02.2022
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    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 27.08.2017

      Die Frage nach einem vielleicht besseren politischen System führt mich zu der Frage, was das Leben eigentlich ist. Mir scheint, es ist unvermeidlich mit Leid verbunden. Ich bilde mir nicht ein zu wissen, wie in Zukunft Konflikte, Krankheit und Katastrophen verhindert werden können. Ich bin mir sicher: lässt man den Menschen alle Freiheit, wird ihr Verhalten zu Missständen führen. Schränkt man ihre Freiheit ein, um das Schlimmste zu verhindern, führt dieser Zwang zu ebenso unerwünschten Folgen. Ich halte es daher für unmöglich, das Leben oder die Welt im Ganzen zu verbessern.

      Dennoch gestalten wir unser Leben. Wir entscheiden, wie wir uns die verschiedenen Lebensbereiche wünschen und setzen uns dafür ein, dass sich unsere Lebensvorstellungen verwirklichen. Leben bedeutet aber auch (zumindest für einige) zu lernen und an sich selbst zu arbeiten. Ich kann nur beeinflussen, was in meiner Macht liegt. Meine Macht scheint schon am nächsten Menschen und in geringer Entfernung zu enden. Doch ich kann mich täuschen. Wohlstand und Zufriedenheit sind, glaube ich, weniger eine Frage des politischen Systems, als eine der Beschaffenheit der Menschen, welche auf einem kleineren oder größeren Gebiet zusammenleben.

      Die politischen Systeme, über deren Wert immer wieder diskutiert wird, hat es nie gegeben und wird es nie geben. Die Menschen sorgen immer wieder für Veränderung. Nichts bleibt, wie es ist. Und so gab es schon immer tiefgreifende politische Veränderungen. Gleichzeitig hat sich am Wesentlichen nichts geändert: die Welt wurde nie ein Paradies und das Leben war nie frei von Leid. Warum sollte sich dies nun ändern? Können wir etwas grundlegend besser machen, was den Menschen früher nicht möglich war? Ich glaube, nicht. Dennoch bedeutet Lebensgestaltung bzw. Politik: es besser machen zu wollen und auch zu glauben, etwas verbessern zu können.

      Meiner Ansicht nach kann man Menschen allein durch Verbreiten von „Wahrheit“ nicht oder nur ausnahmsweise dazu bringen, das „Richtige“ zu unterstützen. Man muss sie durch Anwendung weiterer Mittel locken und notfalls auch zwingen, weil viele nicht einsehen wollen oder können, dass es richtig ist, das „Richtige“ zu unterstützen. Man wird sich fragen müssen, ob der erstrebte Zweck die Mittel heiligt. Möchte man das Leben auf der Erde tiefgreifend umgestalten, braucht man große Macht, und muss bereit sein, zum Erwerb dieser Macht furchtbar „böse“ zu werden. Man muss zu den schlimmsten Verbrechen bereit sein - anders geht es nicht.

      Wer nicht dazu bereit ist, „teuflische“ Mittel zu heiligen, wird auf Erden ohne politischen Einfluss bleiben. Der wird nicht Hammer, sondern Amboss sein. Der wird sich anpassen oder verabschieden müssen. Es ist vermutlich nicht ganz abwegig zu denken, dass Moral und Politik Gegenpole und somit nicht miteinander vereinbar sind. Und zwar insofern, als man bestimmte Taten grundsätzlich für kriminell (unmoralisch) hält: Überlisten, Verraten, Unterdrücken, Erpressen, Ausbeuten, Schädigen, Quälen, Töten. Berücksichtigt man jedoch bei der Beurteilung solchen Tuns den guten Zweck, deren Erreichung es ausschließlich diente, und die gänzliche Unmöglichkeit, den guten Zweck auf anderem Wege zu erreichen, so bleibt wohl nur, dieses Tun als moralisch anzuerkennen.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 20.08.2017

      Wenn jemand äußert, dass er diese oder jene hasst, denke ich nicht automatisch, dass dies auch so ist, sondern bleibe dabei, dass er etwas geäußert hat – mehr nicht. Ich denke auch nicht, dass jemand, der so etwas äußert, unbedingt manipuliert ist, nur weil er so etwas äußert. Es kann auch bedeuten, dass er gerade nicht manipuliert ist: ein wacher Geist, der Niedertracht erkennt.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Freiheit" geschrieben. 10.08.2017

      Frauke Petry (AfD) im offenen Dialog mit den Bürgern


      Frage an Frau Petry zum Thema der "Geflüchteten": "Woher nehmen Sie … als Mensch, der hier zufällig … geboren wurde, das Recht …, darüber zu entscheiden, wer herkommen darf und wer nicht?

      "Natürlich kann man es sich selbst nicht aussuchen, wo man geboren wurde, … aber Sie werden geboren in ein Rechtssystem, Sie werden nicht geboren in den luft- und gesetzfreien Raum, und wenn Ihnen das System nicht passt und der Staat, dann steht's Ihnen ja frei auszuwandern, Sie können ja irgendwo hingehen, wo es Ihnen besser gefällt. … Sie werden nicht geboren in einen rechtsfreien Raum, d.h. Sie werden als Staatsbürger geboren mit Rechten und Pflichten. Und zu diesen Rechten und Pflichten gehört auch, die Gesetze des Landes einzuhalten und sich nicht darüber hinwegzusetzen und deswegen … wenn Sie die Gesetze einhalten wollen, was ich Ihnen erst mal grundsätzlich unterstelle, dann gehört auch dazu, dass Sie wissen, dass nicht jeder einfach irgendwo hingehen kann. Sie können einen Staat freiwillig verlassen, aber Sie haben deswegen noch lange nicht das Recht, in irgendeinem anderen Staat der Welt einzuwandern und dass diese … Selbstverständlichkeit außer Kraft gesetzt wird, das muss Sie eigentlich viel mehr beunruhigen, als es offensichtlich tut."


      Frage an Frau Petry zum Thema der Wehrpflicht: "Wie ist es moralisch gerechtfertigt … in einem liberalen … freiheitlichen Staat … wieso sollte mir vorgeschrieben werden, was ich zu tun habe und dass ich zur Bundeswehr soll … warum darf ich nicht frei entscheiden, ob ich studiere oder eine Ausbildung mache … warum sollte ich zur Bundeswehr gezwungen werden?

      "… Jetzt frage ich Sie: wer garantiert Ihnen denn den liberalen Staat, wer sorgt denn dafür, dass Freiheit im Inneren herrscht? Also, wenn es keine Regeln gibt, nennt man das, das wissen Sie bestimmt, Anarchie. … D.h. der Unterschied zwischen Anarchie und der Freiheit, die Sie verständlicherweise genießen, ist, dass es ein Verständnis, einen Konsens darüber gibt, dass gewisse Regeln eingehalten werden müssen. Und wann gibt es diesen Konsens nur, wenn derjenige, der sich dauerhaft nicht daran hält, die Regeln überschreitet, … zur Verantwortung gezogen wird. Das nennt man, kurz gesagt, den Rechtsstaat. Und zu diesem Rechtsstaat gehört auch, dass es neben Regeln im Inneren, Regeln über die Grenzen dieses Rechtsstaates gibt, Regeln im Zusammenleben zwischen den Staaten und deswegen haben Demokratien – deswegen sind Demokratien auch erst entstanden – … weil sie im Inneren ihre Freiheitsrechte verteidigen wollten, und das ist in Europa, wenn Sie sich in der Geschichte ein bisschen auskennen, in blutigen Kriegen passiert, über viele Jahrhunderte, und die Aufklärung hat uns dabei geholfen, zwischen Staat und Kirche zu trennen. Wenn Sie also all diese Errungenschaften behalten wollen, gerade auch über Kulturen und Regionen in der Welt, in denen es diese Freiheitsrechte nicht gibt, auch Ihre Freiheitsrechte nicht, wo Sie u.U. nicht frei entscheiden dürften, dann braucht es eben auch Militär, ob man das nun schön findet oder nicht, und deswegen gibt es Gesetze, über die rechtsstaatlich entschieden wurde, ob man zu Diensten für die Allgemeinheit herangezogen wird, und damit Sie sich jetzt nicht so einsam fühlen als Mann, sage ich Ihnen gleich: ich find's auch gut, wenn es nicht nur einen freiwilligen Dienst gibt, sondern wie z.B. in manch anderem Staat, die Pflicht auch für junge Frauen, gegebenenfalls einen Dienst zu leisten, das machen ja in Deutschland auch junge Leute freiwillig, das freiwillige soziale Jahr oder der Freiwilligendienst, der von der Bundesregierung am Ende gekürzt wurde und nicht von denjenigen, die diesen Dienst ableisten sollten. Das nennt sich Dienst an der Gemeinschaft und daran ist überhaupt garnichts Schlimmes, im Gegenteil, im Regelfall werden Sie hinterher merken, dass Sie davon profitiert haben, und Ihre freie Entscheidung zu studieren, tangiert das überhaupt nicht, das können Sie nämlich hinterher immer noch genauso machen.


      Ich fand Frau Petrys Antworten recht interessant, weshalb ich sie mal hier hinzugesetzt habe.


      Zu Deinen Fragen:

      Es gibt meiner Meinung nach nur eine Freiheit, die in der Allmacht liegt. Frei ist, wer allmächtig ist. Wenn man eingesperrt ist, dann ist man nicht frei, es sei denn, man hat sich selbst eingesperrt – aber ist man dann wirklich eingesperrt?

      Ich denke, man raubt niemandem die Freiheit und niemand raubt einem die Freiheit. Die eigene Freiheit ist unverlierbar.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 03.08.2017

      Zitat
      Original geschrieben von mir:
      Meiner Überzeugung nach ist ein fundamentales Umdenken unumgänglich.

      Zitat
      Original geschrieben von Ronin76:
      Sind Dir dazu Strategien und Beispiele bekannt, Christian ?


      Folgende Strategien sind denkbar:

      o Überblicken bedeutsamer eigener Aussagen und Argumentationen
      o Infragestellen eigener Überzeugungen
      o Aufspüren und Ändern (Streichen/Ersetzen) von Grundsätzen
      o Aufbau einer neuen Theorie auf Basis veränderter Grundsätze (Weiterdenken)


      Beispiel 1: ist die übliche biologische Erklärung des Sehens: An einem Gegenstand reflektiertes Licht trifft auf Auge/Netzhaut, elektromagnetische Impulse werden von dort über die Sehnerven zum Gehirn/Sehzentrum weitergeleitet, wo angeblich ("in unserem Bewusstsein") ein Abbild des realen Gegenstandes entsteht. Es ist eine gute Übung, dies mal gründlich (!) anzuzweifeln, um anschließend eine alternative Behauptung aufzustellen und vielleicht sogar eine ebenso gut denkbare Theorie zu entwickeln.

      Beispiel 2: besteht in dem Versuch, sich zu vergewissern, ein Mensch zu sein. Falls es gelingt, sich dies zu beweisen, betrachtet man diesen Beweis sorgfältig und kritisch, prüft, ob dieser auch wirklich unanfechtbar ist. Schließlich fragt man sich, ob es nicht probeweise möglich ist, ohne diese Gleichsetzung (ich = Mensch) im Denken auszukommen. Was könnte sich evtl. dadurch ändern?

      Beispiel 3: Man denkt an etwas, von dem man meint, dass man es nicht will, weil es schlimm ist. Man prüft die Aussagen ("ich will das nicht" und "das ist schlimm") auf ihren Wahrheitsgehalt bzw. ihre Begründetheit und sucht (sorgfältig & gründlich!) nach den Grundsätzen, auf denen diese Aussagen basieren. Schließlich versucht man die gegensätzlichen Aussagen zu denken: "ich will das" und "das ist gut". Man denkt sich ein paar Gründe aus, weswegen man das will und weshalb das gut ist.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 01.08.2017

      Zitat
      Original geschrieben von Ronin76:
      Was mich daran stört ist eigentlich nur, daß ich die geistige Scheiße von anderen auszubaden habe, welche durch ihre Obrigkeitshörigkeit und fehlenden Widerstand eine Diktatur erschaffen haben, denn faktisch ist man dann doch physischen Grenzen ausgesetzt. Ich will das durch die Beseitigung der bestehenden Deutungshoheit, welche das Gift in den Gehirnen der Menschen ist, korrigieren.

      Es ist die Frage, ob man die Menschen für ihre Obrigkeitshörigkeit tadeln kann und soll. Wenn sie nämlich der massiven, hochwirksamen Manipulation nicht gewachsen sind, müssen wir sie eher als Opfer betrachten. Horst Mahler vertritt z.B. diesen Standpunkt.

      Zig Millionen Deutsche wurden in dem jahrzehntelang währenden Informationskrieg "im Kopf verletzt" und sind als Verwundete zu betrachten und zu behandeln. Die Heilungschancen durch den Einsatz von Gegenmedien stehen wahrscheinlich recht schlecht. Die gewaltigen Geld- und Zwangsmittel der Herrschenden ergänzen ihren umfassenden Einfluss auf Geist und Seele der Menschen mit dem Ergebnis, dass die meisten Deutschen (mehr oder weniger) korrumpiert sind.

      D.h. sie sind von den Herrschenden hypnotisiert, von sich selbst entfremdet und werden von ihnen ferngesteuert. Ich glaube, mit den üblichen Mitteln und auf den gewohnten Wegen ist diesem Problem nicht mehr rechtzeitig (vor einer gewaltigen Katastrophe bzw. der völligen Versklavung in einer NWO) beizukommen. Die Menschen sind so nicht mehr zu retten!

      Meiner Überzeugung nach ist ein fundamentales Umdenken unumgänglich.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 01.08.2017

      Zitat
      Original geschrieben von Spinnweberin:
      In den letzten Monaten habe ich Dinge gefunden/erlebt, die außergewöhnlich waren und von denen ich vorher nicht mal ansatzweise gehört hatte, z. B. das K.I.-Training mit Karl Grunick oder Eric Pearl (Reconnective Healing), Dieter Broers (Quantenphysiker) etc. Vieles hängt von der eigenen geistigen Haltung ab und damit verbunden ist die Richtung, in die man geht.

      Das klingt und ist wahrscheinlich sehr interessant. Magst Du darüber ein neues Thema starten? (Mach's wie Schliemann: gehe unbeirrt Deinen Weg!)

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 29.07.2017

      Die Lage mag bedrückend sein, doch:

      "Im Nin'alu" – Es gibt immer einen Weg!

      Click!

      Alles, was wir brauchen für den Weg, haben wir stets bei uns.

      Die Energie folgt stets unserer Aufmerksamkeit.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Hartz IV ist verfassungswidrig – externer Thread" geschrieben. 22.07.2017

      Dann befindest Du Dich ebenfalls in einer Art Alptraum und suchst verzweifelt nach einem Ausweg? Wahrscheinlich müssen wir radikal umdenken, um wieder zuversichtlich sein zu können.

      Unser Gegner setzt schreckliche Waffen gegen uns ein. Wir werden ihn nicht schlagen können, solange wir unbewaffnet sind.

      Wir brauchen (mindestens eine) solide Basis. Irgendwo muss unsere Stärke unschlagbar groß sein. Dort können wir beginnen, unsere Umwelt nach unseren Vorstellungen zu gestalten.

      Click!

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Kopf & Herz" geschrieben. 10.02.2017

      Da gibt es nichts zu verzeihen, Michael. In der Kommunikation können auch Schwierigkeiten zu Tage treten. In diesem Falle handelt es sich wohl nur um ein Missverständnis, das leicht behoben werden könnte. Wir geben verschiedenen Begriffen denselben Namen: Was Du "Willensfreiheit" nennst, heißt bei mir "Wahl". Was ich "Willensfreiheit" nenne, scheint es in Deinem Denken (noch) nicht zu geben. Was ich darunter verstehe, habe ich schon geschrieben.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Kopf & Herz" geschrieben. 10.02.2017

      Zitat
      Original geschrieben von Plankton:
      Es ist mir freigestellt ob ich acht mal kaue oder zehn mal kaue. Oder ob ich innehalte, um dann weiterzukauen. Wenn das kein freier Wille ist..?

      Zur Zeit habe ich nicht den Eindruck, dass Du willens oder fähig bist, meine Beiträge gründlich zu verarbeiten. Aus diesem Grund unterbreche ich die Kommunikation mit Dir, bis sich mein Eindruck geändert hat.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Muß ich oder will ich?" geschrieben. 06.02.2017

      Zitat
      Original geschrieben von Spinnweberin:
      1. Muß ich oder will ich?

      2. Kann ich wirklich nicht oder will ich nur nicht?


      1. Ich will … meine Gefängniszelle verlassen.

      2. Ich kann sie wirklich nicht verlassen … die Zellentür ist abgeschlossen.

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Kopf & Herz" geschrieben. 06.02.2017

      Michael, Du schreibst, dass der Mensch einen freien Willen (bekommen) hat. Ich kann nun annehmen, dass Du unter dem Ausdruck "freier Wille" dasselbe verstehst wie ich. Doch das muss nicht so sein. Darum frage ich Dich:

      Was verstehst Du unter "freier Wille" bzw. "Willensfreiheit"?

      Ich frage mich: hast Du bewiesen, dass der Wille des Menschen frei ist?

      Du scheinst von der Fähigkeit des Menschen, zwischen verschiedenen (Tat-)Motiven zu wählen, auf die Freiheit seines Willens zu schließen. Dies ist aber nur möglich, wenn angenommen wird, dass jeder, der wählen kann, was er will, auch frei (und somit auch anders) wollen kann. Dies ist jedoch fraglich.

      Somit hast Du (meiner Meinung nach) bisher nicht bewiesen, dass der Wille des Menschen frei ist. Möchtest Du das beweisen?

      Der Prozess des Wählens könnte ja auch gesetzmäßig ablaufen, d.h. exakt so ablaufen müssen, wie er abläuft. Die Fähigkeit des Menschen zu wählen, wie er sich verhalten will, quasi zwischen zwei Willen zu wählen, obwohl er nur einen Willen hat, könnte auch eine Illusion sein. Und sie wäre dann eine Illusion, wenn der Mensch zwar wählen kann, was er will, aber nicht wählen kann, was er wählt, sondern stets exakt das wählen muss, was er eben wählt, weil er nur das wählen kann, was ihm (bzw. seinem einen Willen) gemäß ist.

      Es stellt sich also auch die Frage: Ist der Mensch irgendwie? (Und wenn ja: was bedeutet das in bezug auf sein Wollen?)

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Kopf & Herz" geschrieben. 03.02.2017

      Zitat
      Original geschrieben von Plankton:
      … Das Deutschland von Heute ist aber nicht mehr "mein Land". …


      Wessen Land ist Deutschland? – Das Land des deutschen Volkes! Es ist unser Land!

      Wer hat das Recht, über dieses Land zu bestimmen? – Das deutsche Volk! Also auch Du! Und Du! Und ich.

      Wie heißt denn der deutsche Staat? – Deutsches Reich!

      Ist das deutsche Reich in der letzten Zeit angegriffen worden? – Ja! Ein fremdherrschaftliches, antideutsches Regime hat gegen den Willen des deutschen Volkes regiert und dem deutschen Volk großen Schaden zugefügt!

      Hat nicht ein Volk bzw. ein Staat, der angegriffen wurde, das Recht auf Selbstverteidigung? – Ja, das glaube ich! Jeder einzelne Deutsche ist im Recht, wenn er sich gegen die Angriffe wehrt!

      Es ist kein deutsches Leben möglich, das deutsche Volk kann nicht gedeihen unter feindlicher Herrschaft! Darum muss das deutsche Volk die Herrschaft zurückerobern oder es wird untergehen!

      Worauf warten wir also?!

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Kopf & Herz" geschrieben. 03.02.2017

      Wollen impliziert frei. "Wollen müssen" ist in sich widersprüchlich. Es geht, könnte man darum sagen, nicht um die Frage, ob der Wille frei oder unfrei ist, sondern ob ein (menschlicher) Wille existiert oder nicht existiert. Wenn er nicht existiert, dann sind auch keine menschlichen Subjekte vorhanden. Ohne sie aber sind Menschen (dann eben Objekte) nicht handlungsfähig und somit auch nicht verantwortlich.

      Nehmen wir aber an, dass jeder Mensch einen Willen hat, so kann es für sein jeweiliges Wollen keinen (vernichtenden) Grund geben. Er kann wollen, was er will und somit auch sein, der er sein will. Das kann er nur, wenn er alle ist, die sein müssen, damit er jederzeit der gewünschte Mensch sein kann. Wenn er aber alle ist, die überhaupt sind, ist er wohl kein Mensch im ursprünglich gedachten Sinne.

      Oder ist das falsch gedacht?

    • Christian Lauss hat einen neuen Beitrag "Kopf & Herz" geschrieben. 01.02.2017

      Meiner Ansicht nach geht es in der Kommunikation um Denkbarkeit. Ich kann denken, dass der Wille unfrei ist und ich kann denken, dass der Wille frei ist.

      Wenn ich allerdings denke, dass der Wille frei ist, kann ich nicht zugleich denken, dass er von Gründen abhängt, denn frei bedeutet unabhängig. Ein Angeklagter, den ich für willensfrei halte, hatte in meinen Augen keinen Grund, sich so zu verhalten, wie er sich verhielt. Er hätte sich auch beliebig anders verhalten können. Sein Verhalten ist zufällig.

      Ein solcher Mensch ist nicht durch ein Strafgesetzbuch von bestimmten Straftaten abzuhalten, da Motive nicht sein Verhalten bedingen. Er hat entweder keine Angst vor Strafe oder er hat Angst vor Strafe und sie hält ihn nicht davon ab, eine Straftat zu begehen. Strafgesetzbuch und Strafe verfehlen bei diesem Menschen ihren Zweck. Er wird nicht abgeschreckt und von Straftaten abgehalten. Wären alle Menschen willensfrei, könnte man sich entsprechende Gesetze und Strafen sparen, wenn man vorhat, sie damit von Straftaten abzuhalten.

      Als willensfrei ist ein Mensch insofern anzusehen, als dieser sich frei entschieden hat, der zu sein, der er ist. Dies ist aber wohl nur denkbar, wenn man annimmt, dass er sich zugleich dazu entschieden hat, auch alle übrigen Menschen zu sein, so dass seine Entscheidung nicht wirklich eine Ent-scheidung war.

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Christian Lauss
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